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17. Juli 2022

Wanderfahrt im Kampf gegen den Westwind

Ein Bericht von Karin Tschernutter

Der ursprüngliche Plan einer Wanderfahrt in Ungarn (Budapest bis Baja) von 8.-11.7.2022 wurde von kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen durchkreuzt. So entschied sich der Rest der Gruppe auf eine verkürzte Alternativfahrt direkt vom Verein weg.

Beim Packen des Bootes waren wir alle ganz verwundert, was da so alles Platz findet: Zelte, Liegematten, Schlafsäcke, Unmengen an Müsliriegel und anderem Essen – und nicht zu vergessen: Voltaren und Hirschtalgsalbe!

Zu fünft (Elisabeth, Barbara, Florian, Judith, Karin) ging es am Freitag Vormittag los – im Kampf gegen die Strömung und den Westwind. Unser erstes Etappenziel für die Nacht war Tulln. Nach dem Übersetzen am Kraftwerk Greifenstein gab es dort eine Stärkungspause und anschließend ging es weiter zum Ruderverein Tulln, wo wir in der Kraftkammer unsere Übernachtungsstätte aufschlugen.

Am Samstag ging es nach einem ausgiebigen Porridge-Frühstück weiter die Donau aufwärts. Nun wurde es richtig hart – die Strömung und der Gegenwind wollten uns nicht vom Fleck kommen lassen, die Schmerzen in Rücken, Handgelenken und am Hintern nahmen zu, die Blasen an Händen wurden mehr. Dennoch ließen wir uns nicht unterkriegen und schafften es bis zum AKW Zwentendorf, wo wir uns wieder anständig stärkten, bevor wir die Rückfahrt – nun stromabwärts – aufnahmen. Hierbei gerieten wir durch Zufall mitten in die „TID“ (Tour International Danubien) und waren bei der Fahrt stromabwärts umgeben von Paddlern und anderen Booten.

Unterwegs stieß Ilja mit seinem Fahrrad zu uns und von nun an hatten wir einen Wegbegleiter am Ufer entlang. Das fühlte sich gut an – vor allem freute es uns sehr, da Ilja aus Platzgründen nicht mehr im Boot mitkommen konnte und uns trotzdem begleitete. Sein Teamgedanke war groß – er zeltete mit uns am Altarm Greifenstein. Bei Regen wurde es im Zelt sehr kuschelig.

Am Sonntag kredenzte unser „chef de cuisine“ Florian am Gaskocher wieder einen wunderbaren kraftspendenden Porridge und anschließend ging es retour zum Verein, wo uns dann auch noch Linda erwartete, die leider – so wie Emil – nicht wie geplant dabei sein konnte.

Ein toller Ausflug der nach Wiederholung schreit! (gerne aber auch nur stromabwärts 😏)




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