Rudern in Bremen: Weserpanorama (klick zum vergrößeren)

Rudern machte Heimat



Berufliche Versetzungen, Studienaufenthalte im Ausland sind heutzutage keine Seltenheit. Vor zwei, drei Jahrzehnten war es aber noch ein kleines Abenteuer.

Und so ging es auch uns, meiner Frau und meinen damals 9- und 11-jährigen Sprösslingen als es hieß: „Zwei Jahre Job in Bremen!“

Domizilsuche, Übersiedlung, Auswahl von Schulen und – gibt es einen Ruderverein?

Es gibt sogar drei Rudervereine, alle nebeneinander und sehr zentral an der Weser gelegen. Der Tidenhub (d.i. der Gezeitenwechsel) beträgt in Bremen übrigens 4,5 m.

Die Wahl fiel auf die „Hansa“ – einen traditionsreichen und – für österreichische Verhältnisse – sehr großen Verein.

Nachdem ich mich beim Vorstand vorgestellt hatte, einige Male im Schulboot „beschnuppert“ worden war und man mich – zur Beobachtung - auch im Einer rudern ließ, war ich „dabei“.

Zufällig ergab es sich, dass in einer Mastermannschaft ein Vierter fehlte. Da konnte ich (Nummer 2 im Vierer, siehe Foto) landen. Und das war der Beginn eines immer vertrauteren Umgangs mit Sprache, Speisen und Getränken, Denken und Lebensweise meiner Bremer Ruderkollegen und ihrer Familien.

Sie wurden bald zu Freunden. Und diese Freundschaft ist trotz Rückkehr nach Wien nach wie vor lebendig.

Dr. Gerhard Kojan

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Bremer Ruderclub Hansa Bootshaus