Die Geschichte des Ruderns
| 10000 v.u.Z.; (Steinzeit 600000 - 1800 v.u.Z.) |
Ältester Fund eines Ruders aus dem Moorboden bei Duvensee in Holstein; Bootsbau entsprach den Gegebenheiten des jeweiligen Gebiets: - Südseeinseln: Einbäume, Flöße aus Bambus oder Schilf, Boote aus großen Kürbisschalen, Baumrinden oder Flechtwerk - Nordmeergebiet: Boote aus aufgeblasenen Tierfellen und Häuten - Marshall-Inseln: Einbäume, später mit Planken erhöht |
| 70000 v.u.Z. | Erster Nachweis des Ruderns in Ägypten in Form von Reliefs; auf den Südseeinseln bereits große Kriegsschiffe mit 144 Ruderern; Benutzung des Ruders als Hebel mit festem Drehpunkt |
| 3666 v.u.Z. | Grababbildungen auf Kreta zeigen weit entwickelten Schiffstyp; Ausgerüstet mit: Steuer, Ruder, Segel; zeigte altnordische Formen: Hohen Bug und Fisch als Schiffszeichen und Flagge |
| 2560 v.u.Z. | Ägypten: Nachen aus Papyrus auf dem Nil als Prunkboote der Pharaonen |
| 2000 v.u.Z. | Felszeichnungen von Wasserfahrzeugen des Urvolkes der Germanen in Bohuslän an der Westseite des Kattegat; Darstellung von Flößen mit tafelförmigem Aufsatz |
| 1000 v.u.Z (Bronzezeit 1800 - 600 v.u.Z.) |
HOMER berichtet in der „Odyssee“ von den Schiffen der Phäaken!; Mit 52 Ruderern und Masten |
| 480 v.u.Z. (Eisenzeit - 600 v.u.Z.) |
Attische Triere; entwickelte sich aus kleinen, flachen Ruderbooten der Griechen; 150 Ruderer, in drei Reihen übereinander sitzend; Schiffsvorbauten der oberen Reihen deuten auf die heutigen Ausleger hin. |
| Mittelalter (476 - 16.Jh.) | |
| 1000 | Wikinger (Normannen) fuhren Drachenboote aus geklinkerten Eichenplanken; Antrieb beidseitig von je 16 Ruderern; mit Mast zum Segeln; Steuer war in Fahrtrichtung rechts, daher „Steuerbord“; Galeerensklaven auf Kriegsgaleeren der italienischen Küstenstädte |
| Neuzeit (ab 16. Jh.) | |
| 1824 | England: Erstes Sportruderboot; 1. Studentenachter: Das „Weiße Boot des Exester- College“;geklinkerte Gig ohne Ausleger |
| 1828/29 | 1. Auslegerboot in England Von Bootsbauer „RIDLEY“ mit hölzernen Auslegern gebaut |
| 1844 | 1. Renneiner in Putney (England) gebaut; Aus nur einer Planke aus Furnierholz mit Auslegern und Innenkiel |
| 1857 | Nachdem man zunächst auf festem Sitz ruderte und danach zwecks geringer Gleitmöglichkeit auf eingefettetem Lederschutz, konstruierte der Amerikaner BABCOCK den Gleitsitz; Gleitsitz (slidding side), ein mit Leder bespannter Holzrahmen, dessen ausgekehlte Kufen auf eingefetteten Messingschienen liefen |
| 1868 | R4 o entstand auf der Henley- Regatta; Steuermann sprang nach dem Start ins Wasser |
| 1871 | England: Drehdollen; Alle Skullboote sind mit Drehdollen versehen |
| 1883 | Rudertag in Berlin; SCHILLER führte einen auf vier Rädern laufenden Rollsitz vor |
| 1867 | am 4.Aug.fand die erste öst.Ruder-Regatta in Traunkirchen am Traunsee organisiert von Graf Harrach statt. |
| 1868 | wurde die erste Ruder-Wettfahrt in Wien, am Kaiserwasser durchgeführt. Initiator war der damals 22jährige Victor Silberer |
| 1873 | gab es dann zwei Regatten, eine kleine ausgerichtet vom „Vienna Boat Club“ unterhalb der neuen Reichsbrücke im jetzigen Strombett, das aber damals noch stilles Wasser war. ( Donauregulierung war noch nicht beendet ) Die zweite so genannte Schützenregatta wurde im alten Strombett nächst der Schießstätte durchgeführt. |
| 1873 | kam ein Rennzweier ohne Steuermann englischer Bauart durch den Vienna Boat Club (gegr.1872 aufgelöst 1875) nach Wien. |
| 1878 | gab,s beim Donauhort bereits eine Vierer ohne Steuermann mit Rollsitzen |
| 1879 | wurde bei der LIA ein englischer Rennviere aus Papiermache eingeführt: "Alfred Anna", welcher erst 1945 den Kriegsereignissen zum Opfer fiel |
| 1880 | nach langer Pause wurde die nächste Regatta in Wien ausgerichtet |
| 1881 | wurde von den damals vier behördlich bestätigten Wr.Ruder-Vereinen (LIA, DONAUHORT, PIRAT, Turner-Ruderklub) ein Regatta-Komitée gegründet, aus welchem dann 1882 der Wr.Regatta Verein entstand. |
| 1882 | am 11.August fand auf der Donau ein Wettkampf zwischen den Mannschaften von „Cornell University“ und „Donauhort“ im Vierer ohne Stm. Statt. Donauhort gewann das Rennen |
| 1886 | Einführung der jetzt gebräuchlichen deutschen Boots-Bezeichnungen |
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