Die vergessenen Kuchelauer Bootshäuser



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Einiges zur Geschichte des Ruderns

Bei der Suche nach historischen Unterlagen zum „100 Jahr Jubiläum des WRV Austria“, haben wir herausgefunden, dass es Anfang des 20.Jahrhunderts Bootshäuser von vier Ruderklubs in der Kuchelau gab.

Doch zuvor Einiges aus der lokalen Geschichte und der des Ruderns.

Rudern ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Schon in China gab es jedes Jahr Dschunken-Rennen mit 30 Mann Besatzung und in Venedig fanden im Mittelalter ab 1315 Rudermeisterschaften statt. Während das älteste „Boat-Race“, dessen man sich in England entsinnt, erst 1715 auf der Themse stattfand. Das erste Match des heute so berühmten Universitäts Rennen „Oxford –Cambridge“ fand im Jahre 1829 auf der Themse in London zwischen Putney und und Hammersmith statt.

Um diese Zeit war das Kahlenbergerdorf ein kleiner Weinbauort am Fuße des Leopoldsberges und sah so aus.

Als Kuchelau wurde das Augebiet unterhalb des Weidlingbaches, an der Nordwestflanke des Leopoldsberges bezeichnet. Dort waren die Küchengärten des Stiftes Klosterneuburg. In verschiedenen Karten, ist dieses Gebiet auch als Schüttau angeführt

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 1: 1829 Kahlenbergerdorf im Biedermeier.jpg

Anfänge in der Monarchie



Hamburger Kaufmannssöhne in England erzogen, waren es, die den Rudersport auf den Kontinent brachten. Bald wurde diese Sportart auf den Gewässern Europas heimisch. Nach den ersten Vereinsgründungen in Deutschland, RC Germania 1836 in Hamburg und der Frankfurter Ruder-Verein 1865, folgte bereits am 11.Nov 1862 der Erste Wr. Ruder Club LIA, es dauerte aber bis zum 16.September 1863, das die Statuten genehmigt wurden. Dieser war dann der erste Sportverein in der Monarchie. (Quelle Ruderreport 7/1983 / 120 Jahre LIA )

Nach den Wirren der Revolution 1848 und Beendigung des Metternich,schen Regierungssystem, war es erst ab 1862 auf Grund des Erlasses des Schmerling,schen Februarpatents 1861 gesetzlich möglich, Vereine zu gründen. Diese mussten allerdings von der Vereinspolizei genehmigt werden ( das war für WIEN die NÖ Statthalterei )

Bald darauf wurde der „Wiener Ruderverein“ gegründet, der sogenannte „adelige Ruderverein“, welchem zahlreiche Mitglieder des Hochadels angehörten, so zum Beispiel die Fürsten Harrach und Hohenlohe, die Grafen Hoyos und Wilczek. Wann genau ? (Quelle 25 Jahre WRV )

1864 fand die erste österreichische Ruder-Regatta am Traunsee statt.

Im Dez 1867 erfolgte die Gründung des Wiener Ruderverein DONAUHORT.

1868 wurde dann die erste Wettfahrt in Wien, am Kaiserwasser durchgeführt

Die Donaugebiete



1870 am 23.Juni Eröffnung der Kaiser Franz Josefs Bahn eingleisig bis nach Eggenburg

1870 bis 1875 wurde nach etlichen Hochwasserkatastrophen endlich mit der Donauregulierung begonnen.(ein neues Strombett zwischen Nußdorf und Stadlau ausgebaggert) Dazu wurden auch Bagger verwendet ,die beim Bau des Suezkanals im Einsatz waren. Gleichzeitig wurden die Nordwestbahn- und die Stadlauerbrücke in konventioneller Bauweise, wogegen die Floridsdorfer-, Nordbahn- und Reichsbrücke im Trockenen gebaut.

1873 am 27.Juni wurde anlässlich der Weltausstellung eine Standseilbahn auf den Leopoldsberg (Donauwarte – Elisabeth Wiese, neben der Josefinen Hütte) eröffnet.

1876 im März wurde diese nach einem Erdrutsch wieder eingestellt. Das Stationsgebäude „Donau warte“ wurde erst 1970 im Zuge der Straßenerweiterung der „B14“abgerissen

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 2: Donauwarte 1876.jpg

Diese Zeitungsillustration aus dem Jahre 1876 zeigt die damals üblichen Verkehrsmittel. Einen von Pferden stromauf gezogenen Schiffszug, das Dampfschiff, das die Ausflügler zur Standseilbahn bringt, die Eisenbahn und Pferdekutschen verschiedener Bauart

BILD:  Kuchelauer Bootshäuser Bild 3: Donauwarte B 1873.jpg

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 4: Standseilbahn 1873.jpg

1895 - 1899 ist dann das Kuchelauer Leitwerk (Hafensporn) errichtet worden

1898 wegen der angenehmen Wassertemperatur wurde das „Kahlenberger-Floßbad“ gebaut

1889 wird das zweite Gleis der Kaiser Franz Josefs Bahn fertiggestellt. Nachdem die Donauregulierung bei Wien abgeschlossen war, wurden stromab von Höflein Leitwerke errichtet, welche die Donau an das linke Ufer leiteten. Dadurch verlandete die Au bei Klosterneuburg und es wurde der sogenannte Durchstich neben dem Franz Josefs Bahndamm angelegt.

1900 – 1903 ist der Altarm zum Warte-Hafen für Schiffe die in den Donaukanal einfahren wollten ausgebaut worden; der Damm wurde erhöht, denn das Leitwerk hatte sich gegen die Hochwässer von 1897 / 1899 nicht bewährt. Es entstand der Name „Kuchelauer Hafen“ und später wurde das Hafengelände teilweise zum Sport- und Erholungsgebiet umgewidmet.

Die Bootshäuser



Nach der Umwidmung wurden Bootshäuser, vom WRV Austria, WRK Union, WRV Donauhort, WRV Gothen, Wr.akad.Kajak-Klub, Wr.Kajak-Klub und der Paddelgruppe Ister gebaut.

Wr.RV Austria



BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 8 : Vereinsflagge Austria.jpg

1905 wurde das erste Bootshaus im Kuchelauer Hafen vom Wiener Ruder Verein AUSTRIA errichtet

1904 15.März konstituierende Gründungsversammlung des WRV Austria

1905 Feb. Pachtbewilligung für Grundstück im Kuchelauer Hafendurch die "Donau Regulierungs Kommission" am 5.Juli war Baubeginn durch Zimmermeister Johann Tröster und bereits im Oktober wurde das neue Bootshaus bezogen

Dieses Bild ist zwischen 1908 und 1911 entstanden

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 5: Austria Bootshaus verm. 1905.TIF

Dieses Bild ist zwischen 1908 und 1911 entstanden

Bis 1911 war ein Floßbad bei der Mündung des Waldbaches verankert. Am Ufer ist das Bademeisterhaus, dahinter das „Austria“ Haus und rechts das „Union“ Bootshaus zu sehen

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 6: Kuchelau vor 1911 Flossbad und Ruderklub.jpg

Vereinsflagge Austria

Umbauten



1913 wird ein Strombadeschiff wegen Umbau - Arbeiten an der Kaiser Franz Josefs Brücke (heutige Floridsdorfer Brücke) anstatt dem Floßbad neben dem Austria Floss verankert

1920 wurde trotz Einspruch der Rudervereine eine Pontonbrücke mit erhöhtem Mittelteil zum Damm (Hafensporn) errichtet

1921 Umbau des Austria Bootshauses (umlaufender Balkon)

1925 Renovierung des Austria Bootshauses

1928 hat der elektrische Strom das Kahlenbergerdorf erreicht und wurde in,s Bootshaus eingeleitet Dann ist am 17.Feb das Badeschiff-Augartenbrücke und am 29.Mai das Badeschiff-Rotundenbrücke vom Donaukanal zum Damm (Hafensporn) übersiedelt worden.

1929 wurde dann die Ponton= in eine feste Brücke mit schwenkbarer Durchfahrt (Breite 1,8m) umgebaut

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 7: Badeanstalt m Brücke 1921.tif

Hafeneinfahrt



1935 ist bei der Hafeneinfahrt ein Kanal gegraben worden, nachdem seit 1922 die Einfahrt zunehmend verlandete. In diesem Jahr ist auch der Nasenweg auf den Leopoldsberg in seiner jetzigen Form angelegt worden

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 9 : Sportkanal 1935.jpg

So hat 1935 die Hafeneinfahrt ausgesehen. man erkennt die Badebrücke, davor das hafenseitige Bahnhofs-Gebäude, die beiden Bahndurchlässe und die Dächer jener Häuser, welche 1971 im Zuge der Straßenerweiterung abgerissen wurden. 2009 sind auch die Bahnsteige und die Aufgänge entfernt worden und es erinnert nichts mehr daran, das hier die Personenzüge anhielten.

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 10: Hafeneinfahrt 1935.jpg

NS Zeit



1938 Nur. 2 Wochen nach dem Anschluss wurde das Bootshaus und Vereinsgelände enteignet und die Aufschrift „Ruderverein Austria“ wurde durch „SS-Oberabschnitt Donau“ ersetzt.           (von SS-Sportgemeinschaft Wien bzw. Reichsverband der Jugendherbergen benutzt.)

1945 am 9.April Zerstörung des Bootshauses samt Inhalt durch Kampfhandlungen. (soll von russischen Soldaten angezündet worden sein)

1950 Nach der Rückgabe des alten Pachtgrundes, erfolgte die Aufstellung einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke als neues Austria Heim.

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 11: Austria Aug 1951.jpg

Wr.RK UNION



1908 siedelte sich als nächstes der Wiener Ruderklub „UNION“ in der Kuchelauer Hafenstraße 6 an

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 12: RC Vindobana.jpg

1885 ist dieser Verein durch die Fusion von drei Clubs entstanden, diese waren der „RC Vindobona“ gegr. 1879. Dieser hatte sein Bootshaus am rechten Donaukanalufer, nahe der jetzigen Friedensbrücke, welches 1883 beim Brand der Rossauer Holzplätze zerstört wurde. Danach wurde dann ein neues Clubheim am linken Donaukanalufer bei der Jubiläums- heutige Heiligenstädter- Brücke errichtet. 1884 trat kooperativ der „WRC Danubia“ gegr. 1883 bei, und 1885 erfolgte die Fusion mit dem 1883 gegr. „WRC Donau“

1892 fusioniert dann noch der „Wr.Ruderbund Austria“ gegr. 1883 (dieser hatte die Boote beim Fischerwirt am Kaiserwasser untergebracht ) mit dem WRK Union

1893 sollte das Union-Bootshaus renoviert werden, außerdem verbot die Behörde das Befahren des Donaukanals unterhalb des Bootshauses. Um diese Zeit begannen nämlich die Arbeiten an den Kaimauern. So entstand der Plan an den Strom zu übersiedeln und es wurde das Haus des ehemaligen „RC Donaubund“ am Handelsquai 364 angekauft.

Die Flagge des „RC Donaubund“ „weiß“ mit blauen Andreaskreuz

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 14: Donaubund.tif

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 13: Donaubund Bootshaus Kuchelau.jpg

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 15: Donaubund Bootshaus Kuchelau.jpg

1896 wurde erstmalig, über eine Fusion mit dem RK Pirat gesprochen

1907 wegen Erweiterung der Umschlagplätze am Donau-Ufer, musste das Bootshaus am „Handelsquai 364“ (stromauf der Nordbahn-Brücke) geräumt werden. Als Ersatz wurde ein Grundstück im Kuchelauer Hafen zur Verfügung gestellt.

1908 wurde dann das Bootshaus des "Ruderklub UNION" in der Kuchelau errichtet. (Quelle Festschrift „75 Jahre Wr.RC.PIRAT“)

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 16: Austria u Pirat Bootshaus1920.jpg

1912 fusionierte „Union“ mit dem „WRC Pirat"

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 17: Pirat.jpg

Der neue Vereinsname war bis 1914

„Wiener Ruder Club Pirat vereinigt mit WRK.Union“ seit 1912“

Dieser “RC Pirat" gegr.1876, hatte sein Bootshaus in Langenzersdorf beim heutigen Einlaufbauwerk an der Donauinsel. 1879 fusionierte der „WRC Ostmark“ gegr.1878, Dadurch bekam „Pirat“ ein Bootshaus am Donaukanal. (Quelle Festschrift „75 Jahre Wr. Regatta Verein“) 1880 fusionierte dann der „Wr. Regatta Club“ gegr.1878, (hatte sein Bootshaus in Langenzersdorf ) mit dem „RC Pirat“ (Quelle "125 Jahre Festschrift des WRC Pirat“)

1930 wird dieses jetzige "Union - Pirat" Bootshaus aus wirtschaftlichen Gründen an die „Naturfreunde“ verkauft. Unter dem seit 1930 amtierenden Präsidenten „Dr.Hans Tichy“ (Quelle „Jahresbericht 1959 Pirat“ und „125 Jahre Festschrift“ des WRV Pirat)

1938 bis 1945 wurde dieses nunmehrige „Naturfreunde-Bootshaus“ von der „Deutschen - Marinejugend“ beschlagnahmt

 

Flaggen: Donaubund, Pirat, Vindobona

Naturfreunde Paddelsektion



1945 im April während der Kampfhandlungen wie ein Großteil der Kuchelauer Häuser, zerstört.

1947 wird ein alter Flieger-Hangar als neues Bootshaus von der "Naturfreunde Paddel Sektion" aufgestellt und adaptiert. (Quelle Max Raub)

Wr.RV Donauhort



1911 baute in der Kuchelauer Hafenstraße 14-16, der Wiener Ruderverein „DONAUHORT“ ein Trainings Bootshaus, unter der Bauaufsicht von Architekt KALESA.

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 18: Donauhort.jpg

Denn im Hafenbecken waren bessere Trainingsmöglichkeiten, ruhigeres Wasser, keine Strömung, weniger Wellen, als beim Stammbootshaus. Dahinter das Bootshaus mit dem auffälligen Giebeldach vom „Wr Akademischen Kajak-Klub. (Quelle Festschrift „70 Jahre Wr.RV Donauhort “)

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 19: Trainingsbootshaus Kuchelau.jpg

1867 wurde der „Wr.RV Donauhort“ durch ehemalige „LIAnesen“gegründet. Das erste Bootshaus war am Kaiserwasser. 1877 nach der Donau Regulierung Errichtung des Stamm-Bootshauses am Nußdorfer Sporn (heute Brigittaspitz) geplant von „Napoleon von Nawarski“ 1890 fusionierte der 1879 gegründete „Turner Ruderclub“ (Dessen Bootshaus war im Donaukanal) mit dem „Donauhort“

Dieses Bild zeigt Donauhortler auf dem Wege zum Training in,s Kahlenbergerdorf, im Hintergrund erkennt man das Stammbootshaus am Nußdorfer-Sporn und rechts dahinter, das von Otto Wagner erbaute Gebäude des „Strombauamtes“  (heute VIA-Donau)  mit der Schemmerl Brücke

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 20: Trainingsmannschaft.jpg

Dieses Bild wurde im Winter 1930 aufgenommen. Die Badebrücke liegt gefaltet vor dem Austria Bootshaus

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 21: Burgstallblick Winter 1930.jpg

1945 während der letzten Kriegstage wurde auch dieses Bootshaus zerstört und der Pachtgrund wieder an die Gemeinde Wien retourniert (zu dieser Zeit war an den Wiederaufbau zweier Bootshäuser nicht zu denken ) Jetzt ist dort das Bootshaus von der "WAT-Paddelsektion" (Quelle Regelsberger Donauhort)

Flagge Donauhort

Wr.RV Gothen



 Das nächste Bootshaus wurde zwischen 1912 und 1914 vom Wiener Ruder-Verein „GOTHEN“ in der Hafenstrasse 71 errichtet

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 22: Gothenfahne.jpg

1909 am 10.Sep wurde der "Ruder Verein Gothen" gegründet, (Quelle Wassersport Almanach 1926) (es könnte aber auch 1904 oder 1906 gewesen sein, das Datum ist nicht genau bestätigt). Die Boote waren in Kaisermühlen beim „Fischerwirt“ oder bei einem der Bootsvermieter untergebracht. Es könnte aber auch ein eigenes Bootshaus vorhanden gewesen sein? (Denn es gibt dort auch einen „Gotenweg“).   ( Quelle G..Woch )

1912 wurde dann auch ein Bootshaus in der Kuchelau errichtet. Was mit dem ersten Bootshaus passiert ist, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 23: Gothen.jpg

1929  wurde dieser Verein aufgelöst (weshalb ?), einige Mitglieder und die Boote sind von den „Normannen Klosterneuburg" übernommen worden. (Quelle "100 Jahre Ruderverein Normannen")

Vermutlich wurde dieses Haus dann vom WAT Arbeitersportverein gekauft

1936 als Verbandsbootshaus dem „öst. Kajak-Verband“ übergeben (Quelle Max Raub)

Die Nutzungsreihe könnte wie folgt, rekonstruiert werden: Gothen (bis 1929) WAT bis 1934 (Enteignung durch den Ständestaat ?) ÖKV 1936-1938

Reichsbahnsportvereinigung + Paddelklub Forelle (bis 1945) nach 1945 WAT. (Quelle DI Sturm)

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 24: Verbandsbootsaus ÖKV.tif

Jetzt steht auf diesem Grundstück, Kuchelauer Hafenstr.71, das Klubhaus des "WAT Döbling"

 

Dieser Orientierungsplan wurde 1937 für eine Paddelwanderfahrt erstellt.

 (Quelle Max Raub)

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 25: 1937 Orientierungsplan.jpg

A Bahnstation Kahlenbergerdorf

   aus Rationalisierungsgründen halten hier seit dem Fahrplan 2005 keine Züge mehr

B Städtisches Freibad „Kuchelau

C WRV „Austria“

D „Naturfreunde“ (ehemaliges Pirat) Bootshaus

E Bootswerft Martl

F WRV „Donauhort“

G Paddelgruppe „Ister“ des Donauhort

H Wiener. Akademischer Kajak-Klub

I Bootshaus des „Österreichischen Kajak-Verbandes“

K Wiener. Kajak-Klub (später „Wiener Paddel Klub“)

L Jugendgruppe des„Österreichischen Kajak-Verband#es“

M Schwebende Brücke des städt. Bades die Durchfahrt ist markiert !

N & O Schwimmende Badeanstalten des städt. Bades

 

 

Über die Paddel-Klubs konnte ich nur wenig in Erfahrung bringen

Flagge Gothen

Akademischer Kajak-Klub:



 hatte, ca. beim „500er“ unmittelbar am Ufer, ein Bootshaus mit markantem quergestellten Mittelteil, welches zwischen 1911 und 1912 gebaut wurde. (Quelle Max Raub). Während der Kampfhandlungen 1945 ist es zerstört worden. Heute sind dort Gartenhäuser.

Flagge WPK

Paddelgruppe Ister.



Deren Bootshaus sieht man zwar am Plan von 1937 neben dem Akad.Kajak-Klub, aber wann wurde dieses errichtet? Ist während der Kampfhandlungen 1945 zerstört worden. Heute sind dort Siedlungshäuser. (Quelle Max Raub).

WPK Wiener Paddel Klub



BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 26: WPK.jpg

1920 ist dieser Klub gegründet worden.

1924 wird in der Hafenstrasse 73, das Bootshaus eröffnet

1945 hat dieses Bootshaus, als einziges, relativ unbeschädigt den Krieg überstanden.

1947 ist die provisorische Unterkunft des WRV Austria ermöglicht worden, bis die Austrianer 1950 wieder ihr eigenes Bootshaus beziehen konnten.

BILD: Kuchelauer Bootshäuser Bild 27: WPK Bootshaus A.jpg

Paddelgruppe SWW



 (Schwarz Weiß Westbahn ) in der Hafenstrasse 10-12

1947 erfolgte die Vereinsgründung mit einer ersten Bootsunterkunft in einem der Stadtbahnbogen oberhalb der Station „Friedensbrücke“

1954 Eröffnung des jetzigen Bootshauses am ehemaligen Gelände der Bootswerft Martl. Dieses Haus wurde aus Abbruchmaterial des zerstörten Westbahnhofes, von den Mitgliedern in mühevoller Eigenregie erbaut. Selbst der Transport des Baumaterials war zu dieser Zeit sehr schwierig. (Quelle Max Raub)

1954 gewannen „Max Raub“ und „Herbert Wiedermann“ in Macon, den Weltmeistertitel im Kajak Zweier

WAT Paddelgruppe



in der Hafenstrasse 14-16

1945 wurde das Grundstück vom Donauhort an die Gemeinde zurückgegeben.

1949 ist dann ein neues Bootshaus vom WAT gebaut worden.

Zwischen 1960 und 1985 war das der erfolgreichster Paddelverein Österreichs. Bachmaier war 64 facher Staatsmeister. (Quelle Hr. Modli)

Danksagung



Möchte mich bei Herrn DI.Sturm, Max Raub und den vielen Ruderkollegen für Ihre Hilfe bei der Suche nach historischen Material recht herzlich bedanken.

 Anton Haslinger WRV Austria

>> Zwischen 1870 und 1900 wurden in Wien 20 Rudervereine gegründet, die wieder aufgelöst wurden. Möchte jetzt einen Artikel über diese vergessenen Bootshäuser schreiben. In den alten Jahresberichten, bzw. Jubiläums-Festschriften, gibt es immer wieder Querverweise auf andere Vereine.

Deshalb bin ich für alle Hinweise und Bilder dankbar !!!

e-mail : haslinger.anton@A1.net

Tel. 02243-325 39