Sieg und 2. Platz bei der „Rose vom Wörthersee“



 

Samstag, 8. Oktober 2016 – kein „Goldener Herbst“, aber immerhin: kein Regen, und nur wenig Wind und Wellen. Dazu leistungsförderliche (sprich: kühle) Temperaturen – optimales Ruderwetter!

Im 3 Minuten-Abstand gingen die 200 Ruderinnen und Ruderer auf die Strecke, um den Wörthersee der Länge nach - von Velden nach Klagenfurt - zu berudern.

Veronika Ebert startet in Startblock 5, gemeinsam mit 11 anderen Frauen ihrer Altersklasse. „Mit dem Rennen war ich sehr zufrieden“, berichtet Veronika, „auch wenn es diesmal nicht für den Sieg gereicht hat. Gleich nach dem Start konnte sich die um 6 Jahre jüngere Sandra von Hees aus Holland von ihren Konkurrentinnen lösen, es hatte keinen Sinn, da mitzufahren, ich habe einfach versucht, mir mein Rennen gut einzuteilen. Ich fuhr den Großteil der Strecke mit Sichtkontakt zu Jitka Masatova aus Tschechien, die ich aus den vorangegangenen Jahren bereits als starke Konkurrentin kannte.“ Auch der 5. Gesamtrang unter 47 Finisherinnen ist sehr erfreulich.

15 min später trat auch Heini Gaube sein Rennen an. „Also mein stärkster Gegner Ernst Pawlowsky aus Deutschland stellte sich am Start wohlweislich gleich neben mich, da er wusste, mit wem er heute rechnen muss ;-) Aber ich nahm ihm mit einem "1000m Start" gleich am Anfang ein bis zwei Bootslängen ab. Ganz drüben auf der Backbordseite sah ich aber einen Gegner, der noch schneller startete und seinerseits auch etwa 2 - 3 Bootslängen vor mir ins Rennen ging. Nach etwa 9 min Fahrzeit kam uns am Ostufer ein Schiff entgegen, was natürlich wieder starke Wellen bedeutete. Dieses Mal allerdings wusste ich diesen Umstand für mich zu nützen und wartete, bis der Führende Ruderer mitten in den Wellen stand. Ich machte einen sehr gewagten Zwischenspurt (gewagt deshalb, weil ich bei der Rose meistens zu diesem Zeitpunkt einen so genannten Totpunkt habe) und setzte mich so auch klar in Führung. Bis die Wellen bei mir herüben waren, waren sie nicht mehr so stark und ich konnte auch in den Wellen meine Führung behaupten. Von da an kontrollierte ich meine Gegner und brachte so einen sicheren Sieg in meiner AK nach Hause. Zu Hause am PC sah ich dann nach meinen Aufzeichnungen mit der GPS-Uhr, dass ich eine perfekte Linie über den See fuhr - allerdings sah ich auch, dass im Bereich Wörth gute 15 bis 20 min nicht merkt , dass ich nur mehr Schlagzahl 22 statt der geplanten 25 bis 27 fuhr. Damit wusste ich dann auch, warum mir der Ernst zu diesem Zeitpunkt wieder etwas nähergekommen ist.“

Sieg für Heini Gaube vor 18 Konkurrenten aus 8 unterschiedlichen Ländern (!)

Link zu den Ergebnissen: www.rv-albatros.at/rva08rose.php