Frauenpower und Männergeschichten: das war die Vienna Rowing Challenge 2016 aus Austria-Sicht



So ein Rennen. Nach eher harzigen 500m kommen wir in Fahrt, rücken näher ans Boot vor uns heran. Cool bleiben, auch wenn das Adrenalin steigt. Zum Glück ist das Steuer geflickt, die "March" lässt sich jetzt sogar steuern. Wir haben die Wende 1000mal gemeinsam geübt, wissen, dass wir es können. Boot hinter uns kommt bedrohlich näher. Was tun? Ganz klar - ich werde nach außen fahren, Kurve ausfahren. Und dann kommt UNSERE CHANCE! Boot von hinten überholt innen - fährt in mittlerweile von uns fast eingeholtes vorderes Boot fast rein - Skulls verhakt - wir geben Gas, ziehen außen rum. Auf der Überholspur. Adrenalin steigt. In die Beine. Zack - weg. Auf die BEINE. Los, Frauen, ihr könnt das. Noch mehr. Nicht nachlassen. Das Boot hinter uns kommt nicht mehr näher. Wir sind schneller. Etwas geht noch. Cool bleiben. Alles geben. Los, gleich sind wir da. Noch 20 Schläge. Tüt.

Wir haben es geschafft. Sieg in der Kategorie MWA4x. Wow. Danke, Kerstin, Gabi und Nadja, dass Ihr mir dieses Rennen geschenkt habt! Machen wir wieder mal. Langstrecke ist das Richtige für uns!

Den Männern ging es nicht ganz so gut, aber zumindest vom Ufer aus hat auch das wie ein schönes Rennen ausgesehen. Lange Schläge, Martin, der für den verletzten Jirka eingesprungen ist, steuert ebenfalls souverän, die Mannschaft, die nur 2 gemeinsame Trainings absolvieren konnte, kommt sauber durchs Ziel. Danke an Manfred, der kurzfristig eingesprungen ist, und liebe Leute, nächstes Jahr steckt Ihr die anderen in die Tasche!

Routiniert am Start: Veronika und Heinrich im Einer. Und weil´s so schön ist, gleich auch nochmal gemeinsam im Zweier. Schnell und stark, und so können wir auch heuer wieder mitmachen in der Vereinswertung. Das ruft nach mehr, wir kommen wieder, wir siegen wieder, wir sind dabei.

Und das Wetter war strahlend, unsere Fangemeinde zahlreich (Alter zwischen 2 Wochen und 75 Jahren) und lautstark - und ich denke, das "rote Frauenboot" (March - rotes Boot, neuer roter Einteiler [geliefert am Tag vor der Regatta!], rote Kappen) war ein gelungener Farbtupfer in einer Szene, die sich sonst fast zu gut kennen würde.