Von Weihnachtshexen und Nebelhörnern



Oder: 12 Personen bei der Wintersternfahrt auf der Alten Donau

Stromstaffel vorbei, aus, Schluss für dieses Jahr? Sicher nicht! Kurz darauf kam die Einladung zur Wintersternfahrt am 19. Dezember – in Kürze von 10 Personen angenommen (Da unsere Devise ja sowieso lautet: Schmerzgrenze liegt erst bei -5 Grad, und solange die Kuchelau nicht zufriert, rudern wir weiter – bei Tag und bei Nacht!).

Nur blieb die Frage: wie schaffen wir es, auf der Alten Donau zu rudern, wenn alle Anhängerkupplungsbesitzer sich irgendwo zwischen Sri Lanka und Thailand vergnügen? Die Rettung kam von Heinrich, der gern im Mannschaftsboot mit uns mitfahren mochte und uns dank seiner Kontakte und seinem unermüdlichen Einsatz bei der Ellida drei Leihboote für die zuletzt auf 12 Personen angewachsene Gruppe vermittelte. Ein großes DANKE geht natürlich an den Gastverein, der uns kurzfristig die 12 Plätze in drei Vierern zur Verfügung stellte.

Zwei weitere Herausforderungen waren noch zu bewältigen: erstens – im schlimmsten Vorweihnachtsstress alles auf die Reihe zu kriegen, zweitens - weihnachtlich gekleidet und dekoriert zum Rudern zu kommen und drittens – überhaupt zur Alten Donau zu kommen. Da ich selbst mit dem Drittens ziemlich Probleme hatte („neblig“ ist gar kein Ausdruck für das, was mir die Anfahrt über die Donauinsel so spannend machte, oder habt Ihr schon mal den Donauturm übersehen?), weiß ich nicht genau, wie alle um 13h eintrafen, aber irgendwie hat alles wohl echt gut geklappt, denn ich konnte dann, als ich ankam, einfach noch mit Tanja, Babsi und Emil in den dritten Vierer springen. Der war so breit, dass wir sowohl unseren schicken Plastikweihnachtsbaum im Heck anbringen als auch eine 1m hohe Kerze am Steuersitz befestigen konnten und auch unsere sternbesetzten Weihnachtshexenhüte gut verstauen konnten, bis wir sie dann aufsetzten. Die „Grüne Welle“ mit Veronika, Kerstin, Gabi und Susi (schon die dritte Susi in unserer Gruppe!!!) war da schon längst am Wasser wie auch der Vierer mit Heinrich, Lukas, Irene und Susi (der ersten, die zweite war diesmal nicht dabei). Links und rechts tauchten aus Nebelschwaden Boote mit Weihnachtsmännern, Rentieren und Engeln auf und reihten sich um 14.30h zum Fototermin bei der LIA ein.

Zwei Runden auf der unteren alten Donau und ein kurzer Abstecher in die obere konnten wir unterbringen, bevor die diesjährige Wintersternfahrt auch schon wieder vorbei war – viel zu früh, wir wären gern noch länger gerudert! Aber auf viele von uns warteten auch schon wieder die nächsten Verpflichtungen, und so blieb´s für manche bei einem kurzen Sprung zum geselligen Teil bei der LIA, wo man sich aufwärmen, essen, trinken, Kilometer eintragen und feiern konnte.

Und natürlich die nächsten Ziel planen – ganz klar für uns alle: 2016 wollen wir wieder DABEI SEIN. Bei Sternfahrten, bei einem (hoffentlich realisierbaren) Ruderausflug nach Hamburg zu Pfingsten, bei „unserer“ und anderen Regatten … Denn es wieder einfach super, und nebenbei ein Erlebnis, Babsi mit Rentiergeweih, Susi (Lampert) mit blinkender Mütze und Emil mit Hexenhut rudern zu sehen.

Frohe Weihnachten Euch allen und bis bald am Wasser!

Eure Rahel

Hier gehts zu den Fotos: https://www.flickr.com/photos/mikebike/sets/72157660253014683/