Mastersmeistertitel für Veronika



„Ich wusste zuerst gar nicht, ob ich heuer bei der Mastersmeisterschaft in Gmunden starten werde“, berichtet Veronika Ebert. War die Regatta in den vergangenen Jahren von Wind und Abbruch überschattet, und so war es fraglich, ob es in diesem Jahr ein reguläres Rennen geben würde.

Doch der Wettergott meinte es gut: Traumwetter mit viel Sonnenschein und wenig Wind, nur Wellen von Ausflugsdampfern und Wasserskimotorbooten führen zu etwas unruhigem Wasser. „Das hat aber nicht wirklich gestört“, so Veronika, „außerdem hatten alle Starter/innen diese Wellen“.

Im Masters-Frauen-Einer waren diesmal insgesamt 9 Boote am Start, Veronika startete mit Renate Zechmeister (Steiner Ruderclub) in einem Handycap-Rennen. „Ich konnte mir zuerst überhaupt nicht vorstellen, ob bzw. wie schnell es möglich sein würde, 7 s auf die um 6 Jahre ältere Konkurrentin aufholen“, erzählt Veronika, „ich habe damit gerechnet, mindestens 500 m zu benötigen, um die erforderliche Strecke (4 Bootslängen) aufholen zu können“. Doch es kam anders: Nach den ersten 20-30 Schlägen war das gegnerische Boot eingeholt, und es ging locker in Richtung Ziel. „Natürlich wäre eine stärkere Konkurrenz interessant gewesen“, meint Veronika, „aber der Sieg freut mich doch, und ich wollte mich für das nachfolgende Doppelzweierrennen nicht zu sehr verausgaben.

Im Mixed-Doppelzweier  (Altersklasse D) startete Veronika mit Franz Reil vom benachbarten Ruderverein Normannen. „Wir wussten nicht, wie schnell wir heuer sein könnten, aber im Vorjahr hat die Kombination sehr gut geklappt“, berichtet Veronika,  „heuer sind wir nur einmal vor der Regatta gemeinsam ins Boot eingestiegen“.

Und es klappte wieder gut: Obwohl Franz Reil nach zwei harten Rennen schon etwas strapaziert war, bewältigten die beiden auch diese Aufgabe souverän: „Wir haben die Gegner gleich ab Start deutlich distanzieren können, und den Abstand über die gesamte weitere Strecke gehalten, ich habe nur mehr aufgepasst, ob die anderen eine Zwischen- oder Endspurt einlegen“, berichtet Veronika.