2 Medaillen beim 3. Vienna Night Row



das Team
Siegerehrung Mixed
Siegerehrung Männer

Endlich war es soweit… 29.6.2013 der dritte Vienna Night Row fand auf der Alten Donau statt. Nicht nur wir Austrianer haben diese „innovativste Regatta Österreichs“ (© Veranstaltungsteam Vienna Night Row) ins Herz geschlossen. Eine Sprintregatta, nur für Achter-Mannschaften mit KO-Modus – und das alles mit Finalläufen bei einzigartiger Flutlichtatmosphäre. Die Beliebtheit der Regatta zeigte sich in einem eindrucksvollen Meldeergebnis mit 37 Mannschaften aus neun Nationen. Darunter auch die regierenden Ruderbundesliga Sieger Krefeld (bei den Damen) und dem Germania Achter aus Frankfurt (Männer).

Traditionell waren wir Austrianer mit einem Mixed Team und einer Männer Mannschaft am Start. Wie stark wir heuer waren, zeigt sich an den sensationellen Leistungen.

Der Mixed Achter kam gleich von Anfang an gut in Schwung und zeigte im ersten Lauf, dass Sie den Favoriten von der LIA ernsthaft Parole bieten können. Relativ Problemlos kam das Team daher völlig zu Recht in das Finale. Am schwierigsten war es für die Mannschaft pünktlich am Start zu sein, was aber nicht an ausufernden Kleiderdiskussionen der Mädels lag, sondern am Doppelstart von Flo (er startete auch für die Universität Wien in der Uni-Wertung). Aber dank der guten Organisation der anderen RuderInnen und artistischen Einlagen von Flo beim raschest möglichen Bootswechsel kamen die Austrianer mit lediglich einer Verwarnung (wegen zu späten Erscheinen am Start) durch. Im Finale sah der mitgereiste Fanclub ein sehr gutes Rennen unserer Mannschaft, was schlussendlich mit einem zweiten Platz (eine Sekunde hinter dem Team der LIA und vier Sekunden vor der Renngemeinschaft Friesen/Staw) belohnt wurde. Damit ist im Mixed Bewerb bereits nach drei Jahren der Medaillen Satz komplett und wir halten somit bei 1x Gold, 1x Silber und 1x Bronze.

Beim Männer Achter begann die Mission „Wir holen das Tripple“ (nach Siegen in den letzten beiden Jahren) charmant gesagt „mühsam“. Im ersten Lauf ein schlechter Start, ein Krebs mittendrin und im Ziel 2,5 Sekunden hinter unserem „Lieblingsgegner“ der LIA. Mit Anwachsen des Fanclubs (den ersten Lauf hatte zum Glück kaum jemand gesehen), Einbrechen der Dunkelheit und nach Siegen gegen den „Legenden Achter“, dem Bundesliga erprobten Achter aus Deutschland „Waldsee“ und den starken Ungarn kam das Boot immer besser in Schwung und „unsere Arroganz war wieder da“ (© Max I.). Somit stand auch der Männer Achter um 23:20 Uhr schließlich völlig verdient im Finale. Das Männer Finale sah nun bei der dritten Auflage des Vienna Night Row zum dritten Mal fast völlig ident aus. Wir auf Bahn 2 (in der Mitte), die Lia auf der „Heimseite“ und beim Gänsehäufel eine Mannschaft aus dem Ausland. Dies war allerdings niemand geringerer als die aktuell schnellste Sprintmannschaft Deutschlands der Germania Achter aus Frankfurt. Bereits kurz nach dem Start zeigte sich das Barbaras Bestechungsversuche bei den deutschen Ruderern keine Wirkung zeigte (wahrscheinlich wussten auch die Frankfurter nicht was ein „Maulwurf-Kuchen“ ist) und das Boot setzte sich von den Gegnern ab. Auch die LIA konnte sich bereits ein paar Meter von uns absetzen, aber dann ging ein Ruck durch die Mannschaft und vor hunderten Zuschauern schoben wir uns Zentimeter für Zentimeter mit einem beherzten Endspurt (ja auch auf 350m gibt es sowas) an der LIA vorbei und beendeten das Finale auf Platz zwei hinter den Frankfurtern. Das Tripple verpasst, aber Stolz auf die Leistung. Wir bleiben die schnellste Sprintmannschaft Österreichs, haben die schnellste Mannschaft Deutschlands gefordert und eine mehr als nur anständige Leistung geboten. Im ORF Interview sprach der Schlagmann der Frankfurter von „einer engen Kiste“ und „fordernden Gegnern“.

Nach drei Jahren halten wir somit bei sechs Medaillen (3x Gold, 2x Silber, 1x Bronze) und haben uns auf der Kurzstrecke ordentlich Respekt verschafft. Die Regatta war wieder perfekt organisiert, Organisatoren als auch Schiedsrichter sind super drauf und sorgen sowohl für einen reibungslosen Ablauf als auch angenehme Atmosphäre – DANKE dafür. Die Zuschauer sorgen für ordentlich Stimmung – also wir kommen 2014 sicher wieder. Um uns den Pokal zurück zu holen (oder zumindest die Medaillensammlung aufzustocken).

Nach inoffiziellen Meldungen haben wir doch noch einen Hattrick geschafft. Die Partywertung dürfte auch im dritten Jahr hintereinander an den WRV Austria gehen – wir finden das gehört irgendwie auch zum Vienna Night Row. (Andi Hahn)