Marko Milodanovic schlägt Vize-Weltmeister, Toni Haslinger rundet das Rennen in der ältesten Mastersklasse bravourös ab!



Der Wienereiner



Als ich die erste Aussendung über einen Einer–Bewerb im Donaukanal  sah, mitten durch Wien, das wär doch was. So entstand der Gedanke einer Teilnahme. Natürlich wollte ich die Strecke vorher durchrudern, aber es gibt keine Möglichkeit zum Einsetzen des Bootes. Das steinige Ufer ist zu steil.

Anfrage bei den Piraten: zum Rennen werden im Schleusenbereich und beim Ziel, Flöße errichtet. Nächste Umfrage, diesmal im Verein, wer startet?  Nur Marko wollte teilnehmen und wir überlegten, wie kommen wir zum Start.

Erste Überlegung , wir rudern (so wie früher) zum Donauhort und tragen die Boote zum Start, geht nicht, weil das Donauhortfloß am Vortag durch die Schleuse zum Start gezogen wird. Also transportierte Marko, zwei Einer am Dach seines Pkw nach Nussdorf. Laufend wurden wir über die Website „wienereiner.at“, mit sehr guten Info´s versorgt und erfuhren so, dass es 110  Teilnehmer gibt, es gab Zufahrtspläne zum Startplatz und zum Parkplatz am Vorkai beim Ziel.  Auf der Wiese vor der Schleuse wurden die Boote gelagert, beim Donauhort  bekamen wir die Startnummern und ein Papiersackerl mit „Wienereiner-Leibchen“, einem „Zehnerschlüssel“, sogar Sicherheitsnadeln zum Befestigen der Startnummer am Ruderleiberl waren drin (toll)! Samstag  6.Aug  war es dann soweit, Marko parkte sein Auto beim Ziel, und wir fuhren mit meinem  VW- Golf  tatenfreudig zum Brigittenauer-Sporn.  Dort herrschte Zucht und Ordnung, es gab Ergometer zum Aufwärmen, die Boote durften nur kontrolliert zum Startfloß, gebracht werden

Der Weg  dorthin ist aber abenteuerlich genug (Stiege, enge Kurve unter der Brücke, dann auf schmaler Kaimauer entlang zum Startfloß ) Aber es war wirklich gut organisiert,  jede Menge Helfer tragen, unterstützten beim Einsetzen und Einsteigen ins Boot.

Im Abstand von 30 Sekunden wurden die Boote losgeschickt.

Marko startete mit der Nummer 27.

Er war sehr erstaunt über die starke Strömung im Kanal, und erreichte in 17 Minuten 29 Sekunden das Ziel nach 6 Kilometern.

Wie sich später herausstellte,  ls Schnellster!

Die Altersgruppe „H“  (7 Teilnehmer) startete ziemlich am Schluss.

Als Erster kam mein alter Kompan Erich Geiser mit #98, nachher startete ich und war ganz überrascht von der starken Strömung, die mich ans linke Ufer drückte.

Hinter mir kam Willy Stuppan, #101, immer näher! Mit  großer Anstrengung kam ich zur Mitte und verhinderte so eine Kollision. Nachdem mich Willy überholt hatte, kam mit #102 ein Berliner, der mich dann nach ca. 2km einholte. Ab dann kämpfte ich mich alleine durch die Strömung und erreichte nach  26‘42“ das Ziel.

Der erste Gedanke: „hab i des noch notwendig“, kann ich rückblickend nur mit  JA  beantworten, denn es war ein sehr gut organisiertes, großartiges Ruderabenteuer!